Posts by Tom Ate

    Das ist normal - es ist ja eben eine Momentan-Verbrauchsanzeige. Sinn ergibt die nur bei konstanter Fahrt, ist dann aber ein guter Hinweis, wie sparend (oder eben nicht) man bei genau dieser momentanen Art zu fahren und bei den momentanen Umgebungsparametern (Steigung/Gefälle, Windrichtung usw.) unterwegs ist.

    Mit ihr bekommt man über die Zeit ein gutes Gefühl für verbrauchsoptimiertes Fahren.

    Das kann die Durchschnittsanzeige so nicht.

    Bei uns genau umgekehrt: Meine Töchter hatten für ihren Dacia Dokker ein Aufdachzelt - und mit dem sind sie bei länger anhaltendem schlechtem Wetter in der Bretagne sowas von "baden" gegangen.

    Danach haben wir in den Dokkor auch so einen Microcampereinsatz ("Moonbox" in der Version mit Tisch) eingebaut - und mit dem sind sie jetzt super glücklich!

    So unterschiedlich sind die Erfahrungen bzw. Vorstellungen. Man muss sich einfach selbst ein Bild davon machen, und dann für das entscheiden, was einem persönlich am meisten zusagt...

    ...

    Das mag aber bei anderen Autos anders sein, insbesondere bei denen mit großem T und den Handyzellen der ersten Generation oder anderen, die auf Leistung getrimmten Konzepten basieren. Wenn Du irgend ein Auto gebraucht kaufst, ist sicher Vorsicht geboten.

    Exakt. Vor allem würde ich bei einem Gebrauchtauto schauen, ob ein NMC oder ein LFP drin ist.

    Falls LFP: Alles gut. Selbst bei "brachialen" Autos ist der nicht das Problem.

    Aber falls NMC: Der sollte vom Vorbesitzer schon (nach den Gesetzen eines NMC) gepflegt behandelt worden sein.


    Nachsatz:
    Natürlich hat hannes im Prinzip Recht, je aggressiver gefahren wird, desto höher ist der Verbrauch, desto öfter muss geladen werden und die Lebensdauer hängt von der Menge der insgesamt geladener bzw. entladener Energiemenge ab, welche irgendwann der begrenzende Faktor ist.
    hat.

    Diese Argument gehe ich mit. Du sprichst hier ja die durch Zyklen verursachte Alterung an, die wir bislang noch gar nicht betrachtet hatten (sie ist allerdings unabhängig vom SoC-Niveau, in dem der LFP gehalten wird).

    Danke für diese Zusatzinfo, die leider so gar nicht aus den Diagramm hervorging.

    Meine Einschätzung dazu: Prinzipiell ja, auch wenn ich die reißerische Wortwahl nicht angebracht finde (weil niemand wird deswegen "böse Überraschungen mit der Lebensdauer des Akkus" erleben. Das ist physikalisch haltlose Panikmache. Dazu lebt das restliche Auto viel zu kurz).

    Auch das Gleichsetzen von schnellem Fahren und schnellem Laden führt in die Irre, weil absolut nicht vergleichbar: Geladen werden kann mit weit höherer Durchschnittsleistung als gefahren.

    Von daher: Schnellladen "schadet" dem Akku (wenn auch wohl kaum relevant, siehe oben), durch Schnellfahren schadest Du ihm (zumindest bei der Motorleistung unserer Fahrzeuge) nur theoretisch.

    Dazu kommt noch, dass man Akkus konstruktiv eher fürs Laden oder fürs Entladen konstruieren kann. Man muss da in der Entwicklung einen Kompromiss finden. Wie unsere Akkumodelle in dieser Hinsicht ausgelegt sind, ist mir nicht bekannt.

    Daher: Man lädt eh nur schnell, wenn man muss (weil teuer). Und in diesen Fällen: Einfach tun ohne Sorge.

    Und: Fahren so schnell man mag (ist bezogen auf die Akkulebensdauer irrelevant)


    Unbelehrbare, die "voll Speed" über die Autobahn heizen und immer wieder Schnellader mit Hochleistung verwenden töten ihre Akkus schneller als einem lieb ist.

    Siehe oben: Nein (bezogen auf unsere Fahrzeuge).

    ...
    Nur aus reiner Neugier, und nicht das es relevant wäre für die Lebensdauer des Akkus im Autos, da sind wir uns einig, gilt das auch für Lade- und Entladevorgänge? Wenn ich ein Delta von 40% habe, ist es gleich, ob das von 10% bis 50% Ladung oder von 40% bis 90% liegt? Ich meine, da es sich ja meist eher um ein Stehzeug als ein Fahrzeug handelt, und du sagt, je weniger Ladung, desto besser beim lagern. Lohnt zwar nicht, ernsthaft darüber nachzudenken, aber so ist das mit der Neugier.

    Neugier ist was tolles, davon leben wir! Also keine falsche Bescheidenheit :)

    Antwort: Es ist fast egal.

    Nur fast, weil auch wenn die Spannungskurve bei LFP im Mittenbereich sehr flach ist, eine kleine Steigung hat sie halt doch. Daher leicht niedrigere Spannung bei niedrigerem Soc.


    Hättest Du jetzt allerdings gefragt, ob 40-90 oder 50-100 auch (fast) egal wäre, hätte ich mit nein geantwortet - aber nicht zwingend für die 40-90 plädiert.

    Warum:

    Die Alterung ist bei 40-90 tatsächlich leicht geringer als bei 50-100. Natürlich auch wegen der ganz leicht höheren Spannung im Mittelbauch, vor allem aber, weil die Spannung beim kompletten Vollladen ja plötzlich nach oben "abknickt", was ja das Signal des LFP für "ich bin voll" ist. Zum Glück bleibt die hohe Ladeendspannung aber (wieder anders als beim NMC) nach Beendigung der Ladung nicht erhalten, sondern fällt gleich wieder in unkritische Bereiche ab. Aber kurz war sie eben trotzdem hoch.

    Nur: Bitte LFPs trotzdem regelmäßig vollladen! (auch hier wieder: Anders als beim NMC, da braucht -und sollte- man bei modernem BMS nie vollladen). Weil das LFP-BMS kann ja nur durch den Spannungsknick oben sehen und dann ausgleichen, welche Zellen noch in Balance sind, und welche wegdriften - das sogenannte Balancing. Das geht bei LFP sinnvoll nur bei vollgeladenem Akku, und deshalb muss man die leicht höhere 100%-Alterung in Kauf nehmen. Würde man diese langfristig vermeiden und z.B. immer nur bis 90% laden, würden die Zellen untereinander zunehmend unterschiedlich geladen sein, und die Gesamtkapazität des Akkus würde zurückgehen, was viel relevanter (und auch durch geringere Reichweite bemerkbar) wäre, als der kleine Alterungsnachteil der 100%-Ladung (den wir, so oder so, mit dem Autoblech nicht erreichen werden).

    Ich stimme Dir im Ergebnis völlig zu.

    Nur 2 Anmerkungen, rein wissenschaftlich, nicht weil es im täglichen Gebrauch etwas ändern würde:

    a) die 50%=perfekt-Regel ist überholt. Inzwischen weiß man, dass die Spannung per se das „Problem“ ist. Daher: je leerer der Akku gelagert wird, desto besser (solange nicht tiefentladen). Daher liefern PV-Akkuherstelker ihre Akkus inzwischen bei nur noch gut 20% SoC aus (niedrigstmöglicher Stand ohne Gefahr von Tiefentladung während der Lagerdauer bis zum Einsatz).

    b) bei LFP ist bei SoCs ab ca. 70% ein Plateau erreicht. Sprich, es ist unerheblich, ob man den LFP bei 70, 80, 90, 95 oder 100% SoC lagert (bei NMC ist das total anders, da schadet 100% sehr wohl!). Wenn man ihn weiter schonen wollte (unsinnig im Auto, siehe die Zahlen oben), dann muss man ihn bis ca. 60% lagern. Je tiefer desto besser. Und ideal sogar bei 5% - oder sogar knapp über 0%. Nur dann muss man halt wirklich aufpassen, dass er sich nicht unbemerkt tiefentlädt und man ihn damit wirklich schrottet (kaputtes BMS vorausgesetzt).

    Aber warum sollte man das alles beachten? Einfach nutzen, wir werden ihn so oder so nicht „tot“ bekommen!

    Neben dem, dass das Diagramm sich evtl. gar nicht auf LFPs, sondern auf NMCs bezieht - und damit mit unseren Fahrzeugen gar nichts zu tun haben könnte:

    Ich kenne den Ersteller des Diagramms nicht, aber es ist verwirrend statt erhellend, denn er vergleicht Äpfel mit Birnen, weil:

    DST cycle steht für „Dynamic Stress Test“, und ist ein genormtes, für e-Autos praxisnahes Testverfahren, was prinzipiell gut ist.

    Aber: Er nimmt offenbar völlig unterschiedliche Entlademengen, und vergleicht dann deren Zyklenzahl. Und das ist mathematisch sinnlos, weil bei einem geringen „Lade-/Entkadehub“ natürlich bei z.B. 1.000 Zyklen viel weniger Energie ge- und entladen wird als bei 1.000 x einem hoher Ladehub. Und daraus die Degradation berechnen, wäre, wie nach 1 Jahr ein Fahrzeug, das jeden Tag 1km fuhr, mit einem zu vergleichen das jeden Tag 100km fuhr. Und dann zu sagen: Beide Fahrzeuge wurden 365 mal gefahren, welches steht besser da? Logisch, das mit 365km auf dem Tacho, und nicht das mit 36.500km.

    Und damit ist das Ergebnis so sinnlos wie vorhersehbar: Je geringer der Ladehub, desto „besser“ schneidet vermeintlich die entsprechende Kurve ab. Völlig logisch, aber uninteressant.

    Nun habe ich nur das Diagramm angeschaut, und nicht das ganze Video geschaut. Aber ich gehe sehr sehr davon aus, dass es tatsächlich so ist wie ich es beschrieb, weil das Ergebnis sich so himmelweit unterscheidet von allen seriösen wissenschaftlichen Studien dazu, die ich kenne.

    Macht Euch keine Sorgen um den Akku: Wir werden den LFP in einem - auch langen - Autoleben nicht kaputt bekommen. Der Akku wird das letzte Teil sein, das noch funktioniert, wenn alles andere schon zu Staub und Rost geworden ist.

    Ja, sag gerne Bescheid! Allerdings: Nach heftiger Gegenwehr meiner Tochter (Zweitfahrer des Wagens) bin ich gerade am Straucheln: Sie sagt, wir sollten keinesfalls bei dieser Hitze die Allwetterreifen aufziehen lassen, sondern unbedingt noch mit den Sommerreifen weiterfahren...

    Auf der anderen Seite: Was mache ich dann in 2-3 Monaten mit den Reifen?? Wir werden das auf jeden Fall innerfamiliär noch bis Freitag klären!

    Hast Du Deinen mit Allwetterreifen bestellt, und willst jetzt erstmal Sommerreifen fahren?


    Wir können und sollten das aber eigentlich per PN weiterbesprechen, nicht dass wir hier diesen "Biete"-Thread kapern (bin leider ein großer Meister im Off-Topic werden... ;( )

    So, bitteschön! Die 3.4beta.

    Alles wie gehabt, nur eben die Mindest-Ladeleistung jetzt auch beim 54kWh soweit sinnvoll. Ich habe "beta" dazugeschrieben, weil ich bitte um Eure Erfahrung mit der Richtigkeit des Wertes. Den kann ich jetzt ja nicht so einfach "auf die Schnelle beim Fahren" testen, sondern da braucht es verschiedene Ladestände und dann den Abgleich mit der Ladegeschwindigkeit usw.

    Bitte schreibt mir einfach Eure Erfahrungen bzgl. der Korrektheit! Was er anzeigt, und was bei welchem SoC korrekt gewesen wäre. Aber im Großen und Ganzen sollte es auch jetzt schon passen.


    Installationsanleitung wie gehabt:

    - Bei der heruntergeladenen Datei die Endung „.txt.zip“ durch „.cbz“ ersetzen. Nichts entzippen, nur umbenennen!

    - Sicherstellen, dass die Carscanner-App auf deutsche Sprache eingestellt ist (sonst findet er manche Sensoren nicht...).

    - In Carscanner auf "Einstellungen" - "Sicherung" - "Backup wiederherstellen" tippen. Die heruntergeladene und umbenannte Datei auswählen und dem Dialog folgen.

    Zur Nutzung dann im Carscanner auf "Verbinden" klicken, damit er Verbindung zum OBD2-Dongle aufbaut, und dann das Dashboard "Frontera/e-C3/GrandePanda V3.4" aufrufen.

    - Damit die Steckenmessung startet, muss am Anfang der Fahrt Carscanner gestartet, und auch das Dashboard einmal kurz angetippt und angezeigt werden. Danach kann man es für die Nutzung anderer Apps gerne wieder in den Hintergrund fallen lassen - aber ohne einmaliges Antippen und starten beginnt das Dashboard nicht, die aktuelle Strecke zu messen.

    Hier der Download:

    V3.4beta.txt