Null Sterne beim NCAP Crashtest für den Citroën ë-C3?

  • Im Netz gibt es unter anderem das folgende Video in dem gezeigt wird, dass der Citroën eC3 Null Sterne beim NCAP Crashtest bekommt.

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    Es lohnt sich jedoch genauer hinzuschauen, denn das hier gezeigte Modell ist das indische Citroën eC3. Kein echter Trost und auch kein Heldensiegel für Citroën und noch weniger für Käufer in Indien, aber es ist nicht der Citroën ë-C3, wie er in Europa kommt. Wenn man sich zudem die Historie der europäischen NCAP-Crashtests der hiesigen Citroën anschaut, auch der Citroën C3, dann braucht man sich keine Sorge zu machen, dass hier mindestens vier Sterne herauskommen werden. So erreichte der Citroën C3 im Jahr 2017 vier Sterne beim europäischen NCAP-Crashtest. Tatsächlich rechne ich persönlich mit fünf Sternen, da durch die aktuelle EU Regelung, neue Fahrzeuge in der EU mit umfangreichen Assistenzsystemen zur Unfallvermeidung ausgestattet sein müssen. Auch der neue Citroën ë-C3.

    Gruß
    Delmar

  • Gibt es mittlerweile einen Crashtest des hiesigen Modells? Habe aktuell noch mal lange gesucht, aber nichts gefunden.

    Bleibt es denn den Herstellern überlassen, wann ein NCAP-Crashtest eines neuen Modells durchgeführt wird? Ich dachte bislang, so ein Test müsste zeitnah zur Markteinführung erfolgen. Oder gibt es evtl. gar keine Verpflichtung zum Testen?

  • ChatGPT hat folgendes hierzu gefunden:

    "Fazit

    • Europäische Version des Citroën C3 (älteres Modell/Typ S): gute 4-Sterne-Bewertung im Euro NCAP.
    • C3-Versionen für Schwellenmärkte (Lateinamerika, Indien): extrem schlechte Ergebnisse – 0 Sterne.
    • ë-C3 Elektro: bisher kein Test von Euro NCAP, aber höchst besorgniserregende Werte im Global NCAP (0/1 Sterne)."

      Quellen
  • Genau deshalb liebe ich diese künstliche "Intelligenz" (Chat-GPT & Co.) so sehr ;):

    ë-C3 Elektro: bisher kein Test von Euro NCAP, aber höchst besorgniserregende Werte im Global NCAP (0/1 Sterne)."

    Die Global-NCAP-Bewertung bezieht sich ja gerade (und nur!) auf den katastrophalen Test des Modells für den u.a. indischen Markt, was - abgesehen der völlig anderen technischen Fahrzeugplattform - gerade mal zwei Airbags verbaut hat. Trotzdem setzt ChatGPT das dortige Modell in direkten Bezug zum europäischen e-C3. Dabei haben die beiden Modelle nichts gemein - abgesehen von der identischen Modellbezeichnung, mit der sich Citroen gewiss keinen Gefallen getan hat - und die AI und Google offenbar immer wieder in die Irre leitet.

    Eigentlich müsste Citroen doch dringend selbst daran interessiert sein, dieses Crashtest-Bewertungschaos durch einen aktuellen, europäischen NCAP-Test aus der Welt zu schaffen, zumal auch alle Google-Treffer auf den "globalen" Test mit den mieserablen Ergebnissen verweisen.

    Vielleicht traut sich Citroen aber auch einfach (noch) nicht, einen Euro-NCAP-Test mit dem hiesigen Modell durchzuführen, da bei den elektronischen Helferlein noch so viel im Argen liegt. Man hätte dann aber trotzdem mal einen Anhaltspunkt, ob die herkömmlichen Sicherheitsfeatures (Stabilität der Fahrgastzelle, Airbags, Rüchhaltesysteme, etc.) genügend Schutz bieten.

    Dass der hiesige e-C3 ganz bestimmt bessere Crashtest-Resultate erzielen wird als meine damalige "Ente" ist da nur ein schwacher Trost für mich ;) :

    Autsch!

    (man beachte das Klebeband rings herum, irgendwie ein rollendes Päckchen ^^ )

  • Vermutlich werden wir noch ewig auf einen Euro-NCAP-Crashtest des e-C3 warten dürfen - sofern überhaupt jemals wieder Citroën-Fahrzeuge durch Euro-NCAP getestet werden:

    Stellantis hält Euro-NCAP-Tests für überflüssig!

    (Artikel auf carmagazine.co.uk)

    Die Kernaussage des englischen Artikels ins Deutsche übersetzt lautet:

    "Euro NCAP-Generalsekretär Michiel van Ratingen sagte, die Ergebnisse des Avenger zeigten einen „klaren Mangel an Ehrgeiz“ bei Stellantis. „Sicherheit sollte nicht der Punkt sein, an dem ein Hersteller spart.“ Das ist eine ziemlich vernichtende Bemerkung. Thierry Koskas, CEO von Citroën, reagierte nun im gleichen Sinne und sagte gegenüber CAR, er glaube nicht, dass es außer den Regierungen noch eine weitere Organisation brauche, die die Sicherheit neuer Autos prüfe."

    Anscheinend haben sich Stellantis und Euro-NCAP nach einem Drei-Sterne-Test des Jeep Avenger dermaßen überworfen, dass seit 2022 (!) kein Citroën-Fahrzeug mehr durch Euro-NCAP getestet wurde und Citroën auch nicht beabsichtigt, das zu ändern.

    Wir schräg und abgedreht ist das denn bitte?

    Entweder baut Citroën Fahrzeuge mit gutem Sicherheitsstandard, dann muss man sich vor Euro-NCAP-Tests nicht verstecken, oder man spart bei Citroën aktuell an der Sicherheit und kann (nur?) darüber die vergleichsweise günstigen Preise realisieren. Dann kann ich aber direkt zu Dacia gehen ...

    :(

  • ... Dann kann ich aber direkt zu Dacia gehen ...

    :(

    Dacia ist nicht zwingend schlechter als Stellantis - die beiden Konzerne spielen in der gleichen Liga (ich spreche da aus Erfahrung: Frau und Tochter haben jeweils einen Dacia Spring).

    An manchen Punkten ist der Dacia Spring sogar weit besser als der e-C3 oder der Opel Frontera: Der Spring hat z.B. eine funktionierende (!) Vorklimatisierung per App - und das auch noch für 10 Jahre (!) kostenfrei. Außerdem 3 Jahre Garantie, was bedeutet, dass alles, was der erste TÜV so findet, noch auf Garantie gerichtet wird.

    Ich bin aber auch kein uneingeschränkter Dacia-Fan: Alles hat seine Vor- und Nachteile.

  • Ich finde das Konzept von Dacia, preiswerte und gut ausgestattete Autos anzubieten, eigentlich auch toll. Die neueren Modelle sehen auch richtig klasse aus. Was mich bislang von Dacia abgehalten hat, waren die durchweg schlechten Euro-NCAP-Bewertungen, gerade beim Spring. Und da geht's ja nicht nur um irgendwelche Nice-to-have-Sicherheitsfeatures (fehlenden elektronischen Klimbim, der eh nur nervt), sondern um das Zusammenwirken von Knautschzone, Fahrgastzelle, Gurten und Airbags. Viel schlechter als insgesamt einen Stern und 49 % bei der Fahrer-Insassensicherheit zu erhalten geht ja kaum noch:

    Hauptsächlich deswegen ist es bei mir dann eben kein Spring, sondern ein e-C3 geworden. Und das Ganze im Vertrauen darauf, dass der neue e-C3 mit Sicherheit nicht schlechter abschneiden wird als das Vorgängermodell (auch, wenn's den bislang nur als Benziner gab).

    Nicht, dass mich jemand für einen Sicherheitsfanatiker hält, aber durch zwei üble Unfälle in der Familie, die ohne strukturelle Stabilität der Karosserie und gut aufeinander abgestimmte, funktionierende Rückhaltesysteme incl. Airbags sicherlich ganz anders ausgegangen wären (und das bei Innerorts- bzw. Landstraßen-Geschwindigkeit), sind wir halt mehrfach "gebranntes Kind".

    In dieser Hinsicht hatte ich mir eigentlich mehr von Citroën versprochen, als vor aktuellen Euro-NCAP-Tests davon zu laufen ... so bleibt letzlich nur die Hoffnung, dass ich sicherheitstechnisch auf das richtige Pferd gesetzt habe und dass ich das nie "live" ausprobieren muss. ?(

  • Dabei heißt es von interessierter Stelle doch immer, dass e-Autos solche Feuerteufel seien. War mir nie einsichtig - und stimmt ja auch statistisch nicht.

    Bitte lasst uns jetzt aber keine Grundsatzdiskussion pro/contra Elektro oder pro/contra Verbrenner führen: Ich finde es so toll und unser aller Verdienst, dass wir hier so positiv - trotz beider Welten - zusammenhalten und uns so gut austauschen!


    Ich finde das Konzept von Dacia, preiswerte und gut ausgestattete Autos anzubieten, eigentlich auch toll. Die neueren Modelle sehen auch richtig klasse aus. Was mich bislang von Dacia abgehalten hat, waren die durchweg schlechten Euro-NCAP-Bewertungen, gerade beim Spring. Und da geht's ja nicht nur um irgendwelche Nice-to-have-Sicherheitsfeatures (fehlenden elektronischen Klimbim, der eh nur nervt), sondern um das Zusammenwirken von Knautschzone, Fahrgastzelle, Gurten und Airbags. Viel schlechter als insgesamt einen Stern und 49 % bei der Fahrer-Insassensicherheit zu erhalten geht ja kaum noch:

    Hauptsächlich deswegen ist es bei mir dann eben kein Spring, sondern ein e-C3 geworden. Und das Ganze im Vertrauen darauf, dass der neue e-C3 mit Sicherheit nicht schlechter abschneiden wird als das Vorgängermodell (auch, wenn's den bislang nur als Benziner gab).

    Nicht, dass mich jemand für einen Sicherheitsfanatiker hält, aber durch zwei üble Unfälle in der Familie, die ohne strukturelle Stabilität der Karosserie und gut aufeinander abgestimmte, funktionierende Rückhaltesysteme incl. Airbags sicherlich ganz anders ausgegangen wären (und das bei Innerorts- bzw. Landstraßen-Geschwindigkeit), sind wir halt mehrfach "gebranntes Kind".

    In dieser Hinsicht hatte ich mir eigentlich mehr von Citroën versprochen, als vor aktuellen Euro-NCAP-Tests davon zu laufen ... so bleibt letzlich nur die Hoffnung, dass ich sicherheitstechnisch auf das richtige Pferd gesetzt habe und dass ich das nie "live" ausprobieren muss. ?(

    Im Spring-Forum wurde dieses Test-Ergebnis seinerzeit natürlich auch sehr genau gelesen und diskutiert, und dort kamen die User dann zu dem Schluss, dass Fahrgastzelle usw. ok seien, aber eben die fehlenden oder schlechten elektronischen Helferlein die Abwertungen verursacht hätten. Ich kann es nicht beurteilen...

    Nur sich vor diesem Test zu drücken, empfinde ich fast als noch schlimmer :(

    Edited once, last by Tom Ate: Ein Beitrag von Tom Ate mit diesem Beitrag zusammengefügt. (September 19, 2025 at 7:05 PM).

  • Als Springfahrer möchte ich mich doch einmal melden.

    Dacia ist nicht zwingend schlechter als Stellantis - die beiden Konzerne spielen in der gleichen Liga (ich spreche da aus Erfahrung: Frau und Tochter haben jeweils einen Dacia Spring).

    Der Boss von Stellantis hat ganz schön gegen Dacia gewettert. Dürfen wir das so laut sagen? :)

    An manchen Punkten ist der Dacia Spring sogar weit besser als der e-C3 oder der Opel Frontera: Der Spring hat z.B. eine funktionierende (!) Vorklimatisierung per App - und das auch noch für 10 Jahre (!) kostenfrei.

    Naja ... die Vorklimatisierung SOLLTE funktionieren. In 50% aller Fälle funktioniert Sie bei mir aus mir unklaren Gründen nicht. Vermutlich ist es wohl ein magerer Mobiltelefon-Empfang. Von der Wirkung her gleich, wie wenn ich das Citroen-Produkt nicht abonniert habe. Ich bin mal gespannt, ob es bei Citroen in der "Probezeit" der Vorklimatisierung besser klappt.

    Außerdem 3 Jahre Garantie, was bedeutet, dass alles, was der erste TÜV so findet, noch auf Garantie gerichtet wird.

    Ich bin aber auch kein uneingeschränkter Dacia-Fan: Alles hat seine Vor- und Nachteile.

    Mit meinem Springerle bin ich immerhin 99,9% glücklich und zufrieden. Das hatte ich bislang noch bei keinem meiner durchaus zahlreichen Fahrzeuge aus französischen Ställen. Aber vielleicht bin ich altershalber (jetzt 68) bescheidener geworden :).

  • Das einzige Auto aus französischer Produktion, was 100-prozentig stabil lief und mich nie im Stich gelassen hat, war allen Ernstes mein erstes Auto überhaupt - die Ente! In sechs Jahren kein einziger Defekt, kein einziges Liegenbleiben, sogar absolut wasserdicht (was damals wohl eher selten war). Allerdings Unterboden nach sechs Jahren durchgerostet, der Rahmen war auch schon angeknabbert - man kann nicht alles haben ;) ... und über die Sicherheit sprechen wir mal lieber gar nicht =O ...

    Danach zwei französische Vollkatastrophen:

    Megane Scenic (hieß damals wirklich noch so) nach rd. 30.000 km mit nicht reparierbarem Fehler in der Motorsteuerung defekt in Zahlung gegeben, da keine Werkstatt den Fehler beheben konnte - ging spontan immer wieder von allein auf Vollgas (!) oder aus - beides nicht wirklich witzig 8| ...

    Danach Peugeot 207 als Mini-Kombi mit total geschwätzigem Bordcomputer, der ständig Fehler in der strubbeligen Elektronik meldete, die nicht da waren - dafür aber die Fehler verschwieg, die tatsächlich immer wieder auftraten ;( ...

    Ich muss schon leicht verrückt sein, es wieder mit einem Franzosen zu versuchen - drückt mir mal die Daumen! 8)

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